Impuls zum Mittwoch - 06.01.2021


Bild von h kama auf

Ja, die Sache mit den guten Vorsätzen… wohl viele von uns kennen das. Ich auf jeden Fall. Jedes Jahr aufs Neue versuche ich mir aufzuschreiben, was ich mir für das nächste Jahr vornehme. Die ersten Wochen halte ich mich meistens strikt daran, aber sobald sich der Alltag wieder einschleicht kommen alte Verhaltensmuster doch wieder hoch. Deshalb möchte ich es dieses Jahr anders machen. Schluss mit den ewiglangen Vorsätzen und der daraus resultierenden Enttäuschung es doch wieder nicht geschafft zu haben. Dieses Jahr schreibe ich Dinge nieder, die ich im Jahr 2020 lassen möchte. Die einfach keinen Einzug in das Jahr 2021 finden sollen. Was lasse ich also hinter mir?

1. Ich lasse die Angst vor Veränderungen hinter mir. Wenn Dinge sich verändern, dann wachsen sie meistens. Ich möchte wachsen. Wachsen an meinen Aufgaben, wachsen an Veränderungen. Und gerade wir Christen sollten Veränderungen doch fröhlich empfangen – schließlich haben wir die stabilste Konstante an unserer Seite – Gott. Gott ist bei uns. Er regt mich zum wachsen an. Wir sollen uns doch verändern und immer weiter wachsen. Also, Schluss mit den Ängsten davor. Ihr bleibt in 2020.

2. Ich lasse Ungeduld hinter mir. Gutes braucht eben manchmal Zeit. Ich möchte Dingen, Menschen und mir selbst mehr Zeit geben. Ruhe finden, Gott finden. Gott in der Stille finden, in den leisesten Ecken meines Lebens. Geduldig sein – Gott hat schon einen Plan für mich.

3. Ich lasse Ungesundes hinter mir. Damit meine ich jetzt nicht Süßkram (dafür esse ich das viel zu gerne). Nein, ich meine ungesunde Beziehungen – Menschen die mir nicht guttun. Ich entferne mich von Menschen, die mich schlecht behandeln, die mir mein Glück nicht gönnen. Stattdessen möchte ich Liebe genießen. Liebe zwischen Menschen, Liebe zu mir selbst und die Liebe zu Gott. In 2021 soll viel mehr Platz für Liebe sein. Hass und Neid? Ihr erhaltet keinen Einzug in das Jahr 2021.

Ich starte das Jahr 2021. Ich starte es nicht mit guten Vorsätzen. Ich starte es mit der Gewissheit, dass ich selbst für mein Leben verantwortlich bin. Was soll bleiben, was soll gehen? Ich entscheide. Für mich persönlich wäre es unmöglich auf Süßigkeiten zu verzichten. Ein Jahr, eine Woche ohne Schokolade?! Das geht für mich nicht. All das was mir guttut möchte ich genießen. Das soll bleiben.  Aber ich lasse auch so viel hinter mir und freue mich auf das, was vor mir liegt. Das beste Jahr meines Lebens, das kommt erst noch. Das weiß ich und Gott schon lange.

2020 – du warst anstrengend, kräftezerrend und unberechenbar. 2021 – ich wünsche mir dass du auch all das wirst. Bring mich an meine Grenzen, hole alle Kraft aus mir und zeig mir, wie schön das Leben sein kann. Ich bin bereit. Liebe Gemeindemitglieder, und nun? widmen wir uns der Zukunft.

Jana Maurach